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Fingerhut (Digitalis purpurea)

FingerhutAnbau

Der Fingerhut bevorzugt kalkfreie Böden und wächst vor allem auf Waldlichtungen, an Waldrändern und auf Kahlschlägen. Auch in Gärten wird er oft als Zierpflanze angebaut. Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette mit großen spitzovalen Blättern aus. Erst im zweiten Jahr treibt ein bis zu zwei Meter hoher Stengel aus der Pfahl-wurzel mit kleinen wechselständigen Blättern. Die meist purpurroten Blüten hängen an einer Seite des Stengels und bilden eine Art Kerze.

Verwendung in der Volksheilkunde

Die stark giftige Pflanze gehört zu den wichtigsten und am besten untersuchten Heilpflanzen überhaupt. Sie enthält die wirksamen Substanzen, die man Glucoside nennt. Diese müssen nach wie vor aus der Pflanze gewonnen werden, da sie noch nicht synthetisch hergestellt werden können. Glucoside sind stark herzwirksam und werden vor allem aus den Blättern gewonnen.  Achtung! Im Frühjahr können die saftigen, blütenlosen Blattrosetten des Fingerhutes leicht für Borretschblätter gehalten werden. Solche Verwechslungen sollen schon oft mit fatalen    Folgen geschehen sein!

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