In unserem Kräuterlexikon, das ständig erweitert wird, finden Sie nützliche und interessante Informationen zu Anbau, Konservierung und Verwendung verschiedenster Kräuter... ![]()
Kräuterlexikon
Baldrian (Baldrian Valeriana officinalis - Valerianaceae) |
Anbau
Baldrian stellt keine besonderen Ansprüche. Er gedeiht auf trockenen und feuchten Böden, im Halbschatten und in der prallen Sonne. Aussaat ab Mitte März bis Ende Mai direkt im Freiland. Samen immer feucht zu halten und nicht mit Erde abdecken, da Baldrian nur bei Licht keimt. Die Keimzeit beträgt 7 - 14 Tage. Pflanzen später auf 25 cm in der Reihe vereinzeln. Im zweiten Jahr werden dann die Wurzeln von September bis November geerntet.
Konservierung
Dörren bei Temperaturen von 30°C - 40° C.
Verwendung in der Volksheilkunde
Als Tee bei Nervosität, Schlaflosigkeit und krampf-artigen Schmerzen im Magen- und Darmbereich. Hilft gut bei Migräne sowie bei der Abgewöhnung von Nikotin und Alkohol.
1 Teelöffel fein geschnittene Wurzeln in 1/4 Liter Wasser 5 Minuten kochen lassen.
Zur Herstellung einer Baldriantinktur werden die fein gehackten Wurzeln in einem Glasgefäß mit Branntwein oder hochprozentigem Alkohol angesetzt und 14 Tage verschlossen. Anschließend auspressen und den Sud filtrieren. Bei Bedarf nimmt man 20 - 25 Tropfen der Tinktur mit Wasser verdünnt. Kinder nehmen 10 - 15 Tropfen.
Nicht überdosieren, weil er sonst schädigend wirkt.

