In unserem Kräuterlexikon, das ständig erweitert wird, finden Sie nützliche und interessante Informationen zu Anbau, Konservierung und Verwendung verschiedenster Kräuter... ![]()
Besichtigungen
Terrasse 1
Auf der Terrasse 1, praktisch der Eingang zum Garten und zirka 1 m über der Gerberstraße liegend, begrüßen uns die, bereits von Goethe in seinem Weimarer Garten gepflanzte Wilde Malve sowie Immergrün, Säulenwacholder und verschiedene Ziersträucher.
Terrasse 2
Über eine kleine Treppe gelangen wir auf die zum größten Teil schattige Terrasse 2. Es bot sich an, hier vorwiegend Kräuter und Gehölze aus dem Wald oder vom Waldrand anzusiedeln. Wir finden hier den schon bei Hildegard von Bingen beschriebenen, giftigen Sadebaum (Juniperus sabina) sowie die Heidelbeere, die Waldhimbeere, die Walderdbeere, die Preise-lbeere und den Waldmeister. Die Pflanzung ergänzen das Weidenröschen und der Rote Fingerhut.
Terrassen 3 und 4
Die folgenden Terrassen 3 und 4, die wir nach wenigen Stufen erreichen, sollen besonders unser Riechorgan erfreuen. Wir haben sie kurzerhand als Duftterrassen bezeichnet. Hier finden wir Melisse, Gamander sowie verschiedene Minzen, Nesseln und Thymiane.
Terrasse 5
Die Terrasse 5 lädt mit einer Sitzbank zum Verweilen im Duft von Thymian ein. Thymus vulgaris E. ist seit dem 16. Jahrhundert in Mitteleuropa gebräuchlich und wird wegen seiner desinfizierenden, schleim- und krampflösenden, aber auch appetitanregenden Wirkungen gern verwendet.
Terrasse 6
Auf der Terrasse 6 finden wir den allerorts als Heil- und Gewürzpflanze sehr bekannten Salbei in seinen verschiedenen Formen. Bereits im Mittelalter war der Salbei unverzichtbar im Klostergarten. Bei der Behandlung von Entzündungen, aber auch zum Würzen von Grillfleisch ist er auch heute noch unentbehrlich. Sogar den prächtig blühenden Quirligen Salbei können wir hier entdecken.
Terrasse 7
Auf der Terrasse 7, der Lavendelterrasse, genießen wir das Flair der Provence und ruhen uns vom bisherigen Anstieg aus. Als Mittel zur Beruhigung der Nerven und bei der Linderung von Kopfschmerzen leistet Lavandla angustifolia gute Dienste. Ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammt das ätherisch duftende Heiligenkraut.
Terrasse 8
Die Terrasse 8 wird bestimmt von mehreren, durch ihren starken, angenehm würzigen Geruch bekannten Formen des Gemeinen Dost. Auch als Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst oder Orant bekannt, wurde er bereits in der griechischen Heilkunde und bei den Römern verwendet. Die lange und reiche Blüte zieht an sonnigen Tagen viele Bienen und Falter an.
Terrassen 9 und 10
Auf den Terrassen 9 und 10 sind die für Klostergärten typischen Heil- und Küchenkräuter zu finden, so der von Dioskurides und Galen erwähnte Wermut, der von den Benediktinern nach Mitteleuropa eingeführte und in Klostergärten angebaute Ysop oder das von Karl dem Großen gewürdigte Liebstöckel. Aber auch Arnika, Baldrian, Beinwell, Johanniskraut, Königskerze und Mutterkraut haben hier ihren Platz gefunden.

